Schlagerlegende G.G. Anderson erinnert sich ...
In Sonntagskind. Mein Leben erzählt der Sänger, Komponist und Produzent von mehr als sechs Jahrzehnten im Musikgeschäft und von den Menschen hinter den bekannten Liedern. G.G. Andersons Autobiografie erscheint bei Molino im Frühjahr 2027. Der 1949 in Eschwege geborene Musiker blickt darin auf seine Kindheit, seine ersten Jahre als Sänger und Schlagzeuger, seine Arbeit als Komponist und Produzent sowie auf die Höhen und Rückschläge eines langen Künstlerlebens zurück. Das Vorwort stammt von seinem langjährigen Weggefährten Ekki Stein.
Das Buch beginnt bei Gerd Grabowski, lange bevor aus ihm G.G. Anderson wurde. Er erzählt von seinem Elternhaus, den ersten Auftritten als Kind und von einer Jugend, in der Musik und Fußball gleichermaßen wichtig waren. Mit 14 Jahren spielte er bereits bei den German Rackets. Nach einer Ausbildung zum Elektriker entschied er sich endgültig für die Bühne. Auf die Bandjahre folgten erste Soloversuche. Seit 1980 tritt er als G.G. Anderson auf.

Vom Schlagzeuger zum Autor großer Hits
G.G. Anderson ist vielen als Sänger von Titeln wie Sommernacht in Rom, Mädchen, Mädchen, Mama Lorraine und Am weißen Strand von San Angelo bekannt. Einen ebenso großen Teil seiner Laufbahn verbrachte er hinter den Kulissen, mehr als 1.000 Kompositionen, darunter Lieder für Roland Kaiser, Heino, Rex Gildo, Mireille Mathieu, Engelbert, Audrey Landers und weitere Künstlerinnen und Künstler.
Sonntagskind zeigt, wie diese beiden Seiten seiner Arbeit zusammengehören. Anderson beschreibt das Schreiben und Produzieren nicht als Erfolgsgeschichte, sondern als Folge von Begegnungen, Entscheidungen und gelegentlichen Umwegen. Er erinnert sich an Studioarbeit und große Tourneen, aber auch an Titel, die zunächst niemand veröffentlichen wollte. Ein eigenes Kapitel gilt natürlich Herzilein: Anderson erkannte das Potenzial des Liedes, überzeugte Wilfried Gliem und Wolfgang Schwalm von der Aufnahme und begleitete damit den Beginn der Wildecker Herzbuben.
Ein persönlicher Blick auf sechs Jahrzehnte Musikgeschichte
Die Autobiografie verbindet bekannte Stationen der deutschen Schlagergeschichte mit persönlichen Erinnerungen. Anderson erzählt von der Zusammenarbeit mit Ekki Stein, Engelbert Simons und Gerd Jakobs, von Begegnungen mit Tony Christie und Karel Gott sowie von Erfolgen, bei denen er als Autor oder Produzent beteiligt war. Zugleich berichtet er von Ehe, Familie, Freundschaften und gesundheitlichen Krisen. Auch berufliche Enttäuschungen und eigene Fehlentscheidungen spart er nicht aus.
Gerade diese Mischung bestimmt den Ton des Buches. Viele Episoden sind humorvoll, andere zurückhaltend und nachdenklich.
Musik als roter Faden
Wie eng Anderson sein Leben bis heute mit Musik verbindet, zeigt auch das Album Sieben Leben. Einmal hat er: „Bei meinem Lebensstil kann ich mir gut vorstellen, dass sieben Leben gar nicht ausreichen.“ Dieser Satz auch zum Grundgedanken der Autobiografie: Dieses Leben verlief nicht in einer einzigen, geraden Linie ...
Der Buchtitel Sonntagskind greift Andersons eigene Deutung seines Lebens auf. Er wurde an einem Sonntag geboren und führt viele Wendungen seiner Laufbahn auf Glück, Beharrlichkeit und die Unterstützung anderer zurück.
Mehr zu G. G. Anderson
Foto: Manfred Esser


