Christa Hagmeyer | Staub fällt von den Schuhen
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„Hört zu, ihr habt in der Ukraine noch eine Urgroßmutter“, eröffnet Lena ihren beiden Kindern kurz nach der Wende. Und plötzlich reißt der Nebel auf, das Tabu um Lenas stumme Hälfte: Wasyl, der junge Vater, der ein Opfer der Naziherrschaft wurde.
Wie hat Lena gelebt in der deutschen Nachkriegsgesellschaft, die ihre Geschichte gerne unter dem Teppich gehalten hätte? Verbergen und Verdrängen prägt Lenas Weg. Sie spaltet sich auf, vergisst den „zweifachen Makel“ etappenweise und strebt nach vorn, als müsse und könne sie dem Unbehaust Sein entkommen. Aber Elan weckt Widerstand, und zuverlässig hält das Umfeld Nadelstiche bereit.
Da ist aber noch Lena, die andere, die Träumerin, die in Literatur und Kunst ihr Zuhause und Zuspruch findet. Nun erzählt die Autorin als „Lena“ Etappen aus acht Jahrzehnten, und als „Ich“ nimmt sie kritisch Stellung zur eigenen Einschätzung. Als lyrische Stimme bettet sie die Gedanken in die allgemeine Erfahrung ein. Warum dies jetzt erst und immer noch?
Lenas Land ist bunt geworden, und wieder werden Haut, Nasen und Bekenntnisse verglichen, wieder locken Grenzen Kriege an. Geschichte rolliert. Und immer werden dabei Menschen ins Abseits geraten und um Verstehen ringen. Mögen sie von einem belasteten zu einem behaupteten Leben finden.
Voraussichtlich lieferbar ab April
Info
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Klappenbroschur
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Format: 12,5 cm x 19 cm
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Seiten: 256
Autor
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